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Händedesinfektion in der häuslichen Pflege

Die Händedesinfektion ist in der häuslichen Pflege der wichtigste Schutz vor Infektionen. Desinfektionslösungen wirken schnell gegen Bakterien, Viren und Pilze und sollten vor und nach jedem direkten Kontakt mit der pflegebedürftigen Person angewendet werden. Als Pflegehilfsmittel zum Verbrauch ist Händedesinfektion über das monatliche Budget der Pflegekasse erhältlich.

Warum Händedesinfektion in der Pflege so wichtig ist

Pflegebedürftige – besonders Senioren – sind anfälliger für Infektionen. Über die Hände werden Keime am häufigsten übertragen. Eine konsequente Händedesinfektion unterbricht diese Übertragungswege wirksamer als Händewaschen allein, weil sie auch Viren und Pilze zuverlässig abtötet.

Wann sollten die Hände desinfiziert werden?

  • Vor pflegerischen Tätigkeiten – z. B. vor dem Anreichen von Essen, vor der Wundversorgung oder dem Wechsel von Inkontinenzhilfen.
  • Nach pflegerischen Tätigkeiten – nach Kontakt mit Körperflüssigkeiten, gebrauchten Hilfsmitteln oder Wäsche.
  • Vor und nach dem Anlegen von Handschuhen – Handschuhe ersetzen die Desinfektion nicht, sie ergänzen sie.
  • Nach dem Naseputzen oder Toilettengang – als Basisschutz im Pflegealltag.

Richtig desinfizieren – so geht’s

  • – Ausreichend Desinfektionsmittel in die trockene Handfläche geben.
  • – Mittel über die gesamte Hand verteilen – auch Fingerzwischenräume, Fingerkuppen und Daumen.
  • – Mindestens 30 Sekunden gründlich einreiben, bis die Hände trocken sind.
  • – Nicht abwischen oder abspülen – die Einwirkzeit ist entscheidend.

Hände- und Flächendesinfektion als Pflegehilfsmittel

Sowohl Hände- und Flächendesinfektion als auch Desinfektionstücher gehören zu den zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln. Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 bis 5 erhalten sie im Rahmen des monatlichen Budgets von bis zu 42 € kostenfrei. Für empfindliche Haut empfehlen wir Produkte mit rückfettenden Zusätzen.